Vom ersten Verdacht zur sicheren Diagnose – welche Untersuchungsmethoden gibt es?
Der Zahnarzt prüft Zahnabnutzung, Risse, Zahnfleischrückgang und Kiefergelenkgeräusche. Sichtbare Abrasionsmuster sind oft der erste diagnostische Hinweis.
Systematische Befragung zu Symptomen, Schlafqualität, Stresslevel und Medikamenten. Standardisierte Fragebögen wie der BiteStrip helfen bei der Einschätzung.
Sensoren messen die Muskelaktivität des Musculus masseter während des Schlafs. Objektivstes Verfahren für die Bruxismus-Diagnose außerhalb des Schlaflabors.
Gold-Standard: Übernachtung im Schlaflabor mit umfassender Überwachung von Hirnströmen, Muskelaktivität, Augenbewegungen und Audio-Video-Aufzeichnung.
Bruxismus wird durch eine Kombination aus zahnärztlicher Untersuchung (Zahnabnutzung, Kiefergelenk), Patientenanamnese, EMG-Messung der Kaumuskulatur und ggf. einer Polysomnographie im Schlaflabor diagnostiziert.
Ja, bestimmte Anzeichen wie morgendliche Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, abgeflachte Zahnflächen oder Berichte vom Partner können auf Bruxismus hinweisen. Ein Online-Selbsttest kann erste Hinweise geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose.
In der Regel stellt der Zahnarzt die Erstdiagnose anhand von Zahnabnutzung und Kiefersymptomen. Für eine vertiefte Diagnostik wird an CMD-Spezialisten, Schlafmediziner oder Kieferorthopäden überwiesen.
Die Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Aktivität der Kaumuskulatur. Sensoren werden auf der Haut über dem Musculus masseter platziert und zeichnen Muskelaktivität während des Schlafs auf – so lassen sich Bruxismus-Episoden objektiv nachweisen.