Bruxismus Diagnose

Vom ersten Verdacht zur sicheren Diagnose – welche Untersuchungsmethoden gibt es?

Diagnoseverfahren im Vergleich

Zahnärztliche Untersuchung

Zuverlässigkeit: Hoch

Der Zahnarzt prüft Zahnabnutzung, Risse, Zahnfleischrückgang und Kiefergelenkgeräusche. Sichtbare Abrasionsmuster sind oft der erste diagnostische Hinweis.

Anamnese & Fragebogen

Zuverlässigkeit: Mittel

Systematische Befragung zu Symptomen, Schlafqualität, Stresslevel und Medikamenten. Standardisierte Fragebögen wie der BiteStrip helfen bei der Einschätzung.

EMG-Messung (Elektromyographie)

Zuverlässigkeit: Sehr hoch

Sensoren messen die Muskelaktivität des Musculus masseter während des Schlafs. Objektivstes Verfahren für die Bruxismus-Diagnose außerhalb des Schlaflabors.

Polysomnographie (Schlaflabor)

Zuverlässigkeit: Sehr hoch

Gold-Standard: Übernachtung im Schlaflabor mit umfassender Überwachung von Hirnströmen, Muskelaktivität, Augenbewegungen und Audio-Video-Aufzeichnung.

Selbsttest als erster Schritt

Unser interaktiver Bruxismus-Selbsttest kann erste Hinweise geben, ob Sie möglicherweise betroffen sind. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose, hilft aber bei der Einschätzung.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Bruxismus diagnostiziert?

Bruxismus wird durch eine Kombination aus zahnärztlicher Untersuchung (Zahnabnutzung, Kiefergelenk), Patientenanamnese, EMG-Messung der Kaumuskulatur und ggf. einer Polysomnographie im Schlaflabor diagnostiziert.

Kann ich selbst testen, ob ich Bruxismus habe?

Ja, bestimmte Anzeichen wie morgendliche Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, abgeflachte Zahnflächen oder Berichte vom Partner können auf Bruxismus hinweisen. Ein Online-Selbsttest kann erste Hinweise geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose.

Welcher Arzt diagnostiziert Bruxismus?

In der Regel stellt der Zahnarzt die Erstdiagnose anhand von Zahnabnutzung und Kiefersymptomen. Für eine vertiefte Diagnostik wird an CMD-Spezialisten, Schlafmediziner oder Kieferorthopäden überwiesen.

Was ist eine EMG-Messung bei Bruxismus?

Die Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Aktivität der Kaumuskulatur. Sensoren werden auf der Haut über dem Musculus masseter platziert und zeichnen Muskelaktivität während des Schlafs auf – so lassen sich Bruxismus-Episoden objektiv nachweisen.